Was ist Digital Signage?

Was ist Digital Signage?

Was ist Digital Signage?

Digital Signage ist eine digitale Beschilderung. Wir kennen alle die elektronischen Plakate oder Verkehrsschilder, das Instore Marketing in Geschäften mit Bildschirmen, digitale Türbeschilderungen und auch Indoor- und Outdoor-Großbildprojektionen. Die Einsatzzwecke der oft bewegten, digital angesteuerten, wechselnden Bilder sind vielfältig. Zweifellos lohnen sie sich ganz besonders am POS (Verkaufspunkt, Point of Sale).

Was ist Digital Signage?

Es handelt sich um eine aus der Ferne verwaltete Digitalanzeige. Sie kann für Verkehrs- und Informationszwecke (unter anderem auch in Schulen) zum Einsatz kommen, doch typischerweise und am stärksten ist sie mit Werbung, Verkauf und Marketing verbunden. Bei allen genannten Zwecken lässt sie sich als Netzwerk elektronischer Displays einsetzen, deren Ansteuerung zentral erfolgt.

Digital Signage

Die Animations-, Text- und Videobotschaften lassen sich individuell adressieren. Interessant ist das beispielsweise in einem Markt, wo der Kunde auf dem Bildschirm Erläuterungen zum jeweils aktuellsten Warenangebot erhält. Unter anderem in Baumärkten ist das auch vonseiten der Kundschaft sehr gefragt. Der Interessent sieht, wie die Bohrmaschine funktioniert, die vor ihm im Regal liegt. Es gehört dazu natürlich ein entsprechendes Equipment.

Neben den Bildschirmen in allen erdenklichen Größen muss die Signalversorgung zuverlässig funktionieren. Sie kann von einem Mediaplayer, von einem USB-Stick oder auch aus der Cloud kommen. Der Content wird automatisch oder manuell eingespeist und aktualisiert. Schematisch gehören zum Equipment diese vier Bestandteile:

  • Content-Speicher wie Mediaplayer auf einem Server, USB-Stick, selten auch eine CD und oder immer häufiger die Cloud
  • Controller für das Timing und die Aktualisierung der Einspielung
  • Software für die Aufbereitung des Contents
  • Abspielmedium (digitales “Plakat”, Bildschirm)

Sehr moderne Systeme funktionieren interaktiv. Dabei erkennt der Digital-Signage-Bildschirm Gesten und lässt sich gegebenenfalls durch sie steuern. Diese Technologie ist auf dem Vormarsch. In Science-Fiction-Filmen ist sogar eine Gesichts- oder Iriserkennung integriert, die jede vorbeilaufende Person erkennt und ihr zielgerichtet Werbung nach ihren vermuteten Interessen einspielt – so, wie das heute schon online durch die IP-Erkennung geschieht. Praktisch wären solche Systeme sicherlich schon technisch umsetzbar, würden aber an die Grenzen des Datenschutzes stoßen.

Digital Signage: Einsatzbereiche

Grundsätzlich ist zwischen den rein informativen Einsatzbereichen im Verkehr jeder Art, in Kliniken, Schulen, Behörden, Universitäten und an weiteren Orten sowie zwischen dem Einsatz für Marketingzwecke zu unterscheiden (der teilweise auch im Verkehr stattfinden kann). Das Marketing setzt zunehmend auf die breite Öffentlichkeit und nutzt große Plätze, die mit riesigen Bildschirmen bespielt werden.

In Weltstädten wie London oder New York sind diese Werbeträger nicht zu übersehen, sie prägen an prominenten Plätzen entscheidend das Straßenbild. Wien, Paris und Berlin ziehen nach. Dass sich das Medium in dieser riesigen, sehr beeindruckenden Form noch nicht flächendeckend durchgesetzt hat, liegt an den Kosten für die großen Bildschirme. Sie müssen immerhin auch sicher sein und gewartet werden, außerdem kostet diese Art der Videounterhaltung viel Strom.

In anderen großen Städten setzt man daher auf etwas kleinere Formate. Sie bewähren sich unter anderem in U-Bahnen, wo die Werbung zielgruppengerecht nach der Uhrzeit angezeigt wird. Noch kleinere Bildschirme nutzen Hotels sowie der Groß- und Einzelhandel inklusive der großen Einkaufscenter, wo das Format "Instore TV" heißt. Auch Unternehmen können damit ausgezeichnet Botschaften an ihre Mitarbeiter verbreiten.

Weitere Orte sind beispielsweise Fitness-Studios, Postfilialen oder Banken. In Postfilialen bespielt ein etwas größerer Bildschirm die Kunden in der Warteschlange mit einer Mischung aus Werbung und Nachrichten, was eine sehr erfreuliche Entwicklung ist. Sie vertreibt Langeweile. Zu den ältesten deutschen Digital-Signage-Netzwerken gehört übrigens das “Berliner Fenster“ der Hauptstadt-U-Bahn, es existiert schon seit 2000 in deutlich über 1.100 U-Bahn-Wagen. Täglich sehen mehr als 1,7 Millionen Fahrgäste die Botschaften, weshalb sich Anzeigen für Werbetreibende hier ganz sicher lohnen.

Digital Signage: Werbung wird digital

Der Nutzen von DS-Systemen am POS

Die Erstinstallation eines DS-Systems kostet natürlich erst einmal Geld, doch danach ist der Unterhalt vergleichsweise günstig und kostet in der Regel weniger als ein Aufstellen und Erneuern vom Plakaten und Schildern. Es entstehen nur Strom- und Wartungskosten. Das Einspielen kostet praktisch nichts, das Erstellen des Contents kostet die Arbeit dafür, doch Content benötigt man auch für Plakate und Schilder. Das Kostenargument ist nicht der einzige Vorteil von DS-Systemen.

Ganz wesentlich sind der schnelle Wechsel der Botschaften und die Wirkung von Videos. Natürlich könnte man auch argumentieren, dass ein statisches Plakat seine Wirkung auf Dauer entfaltet, das geschieht sicher auch. Aber wir leben in einer Welt der Reizüberflutung mit Bewegtbildern und erwarten dies (unbewusst) auch von der Werbung im öffentlichen Raum. Deswegen tun sich Händler einen Gefallen, die an ihrem POS solche Systeme einsetzen. Sie können damit zum Beispiel tagesaktuell auf ihr Sortiment eingehen und Rabattaktionen anpreisen. Das dürfte die Kunden sehr interessieren.